Andy Warhol – A star is born

Andy Warhol ist mit Abstand die schillerndste Ikone, welche die Kunstwelt jemals hervorgebracht hat. So glamourös sich sein Aufstieg als Künstler, Filmemacher und Pop-Idol in den 1960er Jahren in New York vollzog, so bescheiden begann er sein Leben als Sohn tschechischer Einwanderer in Amerika. Andrej Warhola kommt am 6. August 1927 in Pittsburgh, Pennsylvania zur Welt. Nach dem frühen Tod seines Vaters muss Warhols Mutter, Julia Warhola, den Sohn alleine groß ziehen. Auch wenn Andy Warhol seine Jugend unter sehr ärmlichen Bedingungen verbringen muss, verbindet ihn Zeit seines Lebens eine enge und liebevolle Bindung zu seiner Mutter. So lange sie lebt, genießt Warhol ihre rückhaltlose Unterstützung und Fürsorge.

Vom Werbezeichner zur Kunst-Ikone
Bereits in der frühen Kindheit zeigt sich bei dem kleinen Andy ein außergewöhnliches, künstlerisches Interesse und eine besondere Befähigung, Kreativität und Experimentierfreudigkeit im Bereich des Zeichnens und Malens. Auch wenn ihr nicht viele Mittel zur Verfügung stehen, bemüht sich seine Mutter nach Kräften, das Talent des Kindes zu fördern. Nach Abschluss seiner Schulausbildung lässt sich Warhol zunächst als Schaufensterdekorateur ausbilden und nimmt im Anschluss im Jahre 1945 ein Studium im Fach Gebrauchsgrafik am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh auf.

Gleich nach Abschluss seines Studiums zog es ihn in die Welt-, Kunst-, und Werbemetropole New York. Gemeinsam mit einem Studienkollegen bezieht er dort eine kleine Wohnung, bestreitet seinen bescheidenen Lebensunterhalt als Werbegrafiker für einen New Yorker Schuhhersteller und arbeitet als freier Illustrator für Magazine wie die “Vogue”.

In den Jahren zwischen 1952 und 1962 erhält Warhol von Zeit zu Zeit die Möglichkeit, in unterschiedlichen Galerien auszustellen, allerdings kann er als freier Künstler zu dieser Zeit noch keine nennenswerten Erfolge erzielen. Als Werbezeichner und Schaufenstergestalter wird er in dieser Zeit mit mehreren renommierten Preisen geehrt und erringt große Bekanntheit in der New Yorker Geschäftswelt.

Etwa zum gleichen Zeitpunkt wie sein großer Künstlerkollege Roy Lichtenstein beginnt Andy Warhol ab dem Jahr 1961 die Massen- und Konsumgüter selbst zu Bildinhalten seiner Kunst werden zu lassen. Bereits ein Jahr später macht er sich das Siebdruckverfahren zur Vervielfältigung seiner Zeichnungen, Photos und Zeitungsausschnitte zu Nutze und produziert von da ab Serien von Flugzeugabstürzen, Suppendosen oder Portraits prominenter Größen von Marilyn Monroe bis hin zu “Mao Tse Tung”. Der Erfolg lässt seiner Bilder nicht lange auf sich warten:

Als Warhol im Jahre 1962 an der Ausstellung mit dem Titel “Neue Realisten” in der renommierten Janis-Galerie teilnimmt, ist er binnen kürzester Zeit zu einem er bekanntesten Vertreter der Pop-Art avanciert und erzielt auf Auktionen Höchstpreise für seine Kunstwerke.

Die legendäre Zeit der “Factory”
Im Jahre 1963 richtet sich Warhol mit der Hilfe einiger Künstlerkollegen und Freunden in einem ehemaligen Industriegebäude seine “Factory” ein. Dieses besondere Atelierhaus wir zum Treff- und Sammelbecken für Künstler, Musiker und Intellektuelle, die dort für Andy Warhol arbeiten oder sich mit ihm über Kunst austauschen. Als Warhol damit beginnt Filme zu drehen haben sich neben Laienschauspielern und Warhol-Fans längst auch Außenseiter der Gesellschaft, Drogenabhängige und gescheiterte Existenzen unter die Bewohner der Factory gemischt. Sein exzentrisches Auftreten und sein bisweilen ausbeuterisches Verhalten gegenüber seinen Anhängern wird Warhol im Jahr 1968 zum Verhängnis, als die zurückgewiesene Frauenrechtlerin Valerie Solanas eine Schusswaffe auf Warhol richtet und ihn dabei lebensgefährlich verletzt.

Die anschließende Phase seines Lebens verbringt Andy Warhol mit verstärktem Arbeitseifer und produziert seine kommerziell erfolgreichen Werke im wahrsten Sinne des Wortes wie am Fließband. Am 22. Februar 1987 verstirbt Warhol im New York Hospital an den Folgen einer Gallenblasenoperation.

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